Regulierung & Politik

Mietenkataster

Das Mietenkataster ist eine Behördendatenbank, in der Vermieter Miete und Vertragsdaten jeder Mietwohnung melden müssen; Berlin beschloss es am 2. Juli 2026.

Nicolai Schmid·Gründer von Nunc MietProfi·Aktualisiert am

Ein Mietenkataster ist ein amtliches Register, das für jede vermietete Wohnung Adresse, Größe, Ausstattung und die vereinbarte Miete erfasst. Ziel ist, den Behörden eine flächendeckende Datenbasis zu geben, um die Mietpreisbremse, Mietpreisüberhöhung und Mietwucher zu prüfen und den Mietspiegel zu stützen. Anders als der Mietspiegel, der auf Stichproben beruht, soll das Kataster den gesamten Mietwohnungsbestand abbilden.

Das erste Mietenkataster in Deutschland hat das Berliner Abgeordnetenhaus am 2. Juli 2026 beschlossen. Erfasst werden rund 1,8 Millionen Mietwohnungen. Die Datenbank soll im Laufe des Jahres 2027 starten; öffentlich zugänglich ist sie nicht, die Daten stehen den Behörden und Bezirksämtern zur Verfügung.[1]

Was für Vermieter zählt

Die Meldepflicht trifft jeden, der in Berlin Wohnraum dauerhaft vermietet, also auch Eigentümer einer einzelnen Wohnung. Zu melden sind unter anderem Adresse und Lage, Wohnfläche und Zimmerzahl, Vertragsbeginn und Laufzeit, die Nettokaltmiete sowie die Zusammensetzung der Bruttowarmmiete mit Betriebs- und Heizkosten. Für die Erstmeldung ist eine Frist von zwölf Monaten vorgesehen; Änderungen, etwa nach einer Mieterhöhung oder einem Mieterwechsel, sind innerhalb eines Monats nachzumelden. Verstöße kosten bis zu 10.000 Euro, in schweren oder wiederholten Fällen bis zu 100.000 Euro.[2] Mit den gemeldeten Daten kann die Verwaltung automatisiert prüfen, ob eine Miete über der zulässigen Grenze liegt.

Rechtslage (Stand September 2026)

Das Gesetz ist beschlossen, aber die Meldepflicht läuft noch nicht. Berliner Vermieter müssen derzeit keine Daten melden; Portal und Ausführungsregelungen werden erst erarbeitet. Die SPD will das Kataster mit einer Mietenaufsicht verbinden. Außerhalb Berlins gibt es kein vergleichbares Register; Die Linke fordert im Bundestag ein bundesweites Mietenregister.

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Dieser Beitrag gibt Erfahrungen und allgemeine Informationen wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Für verbindliche Auskünfte zu Mietrecht und Steuern wenden Sie sich bitte an eine Anwältin, einen Anwalt oder eine Steuerberatung.